Boulogne 2008: Front de Mer
From Planetk.de
Zwischen Basse Ville und Strand liegt die Front de Mer, das Hafengebiet. Schon zu Zeiten Caesars als Hafen in Gebrauch (Boulogne beheimatete die Schiffe der Britannica-Flotte, die die Insel erobern und die Provinz Britannien gründen sollte), ist das Gebiet weit gewachsen und reicht heute auch am anderen Ufer der Liane bis zum Meer.
Als Front de Mer wird aber weiterhin nur der älteste Teil des Hafens bezeichnet, in dem an einem langen Kai Fischerboote festmachen und an einem kurzen Kai am gegenüberliegenden Ufer Autofähren halten. Genau genommen nur eine einzige, die wurde nämlich irgendwann von Australien gekauft und fährt seitdem mit hoher Geschwindigkeit zwischen Dover und Boulogne hin- und her.Was am Hafen als erstes auffällt, ist der deutliche Tidenhub von mehr als 9m. Hier verschwinden einmal täglich jede Menge Fischerboote plötzlich von der Kaimauer, um dann einige Stunden später sprichwörtlich wieder aufzutauchen.
Was am Hafen als zweites auffällt, ist der deutliche Kontrast alt gegen neu. Alt bedeutet, Nachkriegszeit. Neu, in den letzten paar Jahren errichtet. Ein Blick auf die angebrachten Gedenkplaketten bringt die Gewissheit: Blauer Grund, darauf ein Kreis aus gelben Sternen. Nicht wissen wollend, was hier in den letzten Jahren an EU-Geldern hineingestekt wurde, muss man aber sagen, die Investitionen haben sich schon gelohnt. Die alten Kaianlagen mit Treppen u.ä. sind zum Teil immer noch vorhanden, und ihnen sieht man wirklich den Verfall an.
Was gibts noch zu berichten von hier unten... Pommes! Es gibt hier eine portable Frittenbude neben der andern, und bei der einen, die ich einmal ausprobiert habe, schmeckts sogar richtig gut. Vorteil: Pommes sind scheinbar das billigste Nahrungsmittel in Boulogne, bezogen auf das Kriterium, satt zu werden, und schlagen mit einer Riesenportion zu 2,00€ preislich um Welten meinen Tomaten-mit-Feta-Salat, der Dessertteller dünn belegt zu 6,00€ (billigstes Angebot im Umkreis von 5 km)...
Obelisk in der Nähe des Hafens |
|||
